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Wirtschafts-Mediation eignet sich für alle Problemstellungen, bei denen die geschäftliche Tätigkeit zumindest einer beteiligten Partei betroffen ist. Typische Ausgangslage ist, dass zwischen den Parteien bereits eine Störung der Kommunikation oder ein offener oder versteckter Konflikt ausgebrochen ist. Womöglich trachtet eine Partei inzwischen sogar bereits danach, die verfahrene Situation gerichtlich klären oder sich immerhin bereits anwaltlich beraten zu lassen.

Die klagewillige Partei geht in der Regel bei der Beschreitung des Rechtsweges ein erhebliches Risiko ein, weil in den allermeisten Fällen keine eindeutige Vorhersage des Prozessausganges möglich ist. Zudem bindet jede Klage erhebliche eigene Ressourcen wie Zeit, Geld und Nerven und es ist nicht einmal sicher, dass die Klage später effektiv gewonnen und die Sache dem gewünschten Erfolg zugeführt wird.

Daher lohnt es sich in aller Regel, vor dem aufwändigen und riskanten Rechtsweg nach einer anderen Möglichkeit zur Bereinigung der Probleme oder des Konfliktes zu suchen, um darauf bald wieder ungestört und erfolgreich den eigenen Geschäften oder Tätigkeiten nachgehen zu können.

In der Wirtschafts-Mediation können mit der Unterstützung durch geschulte, erfahrene und professionell arbeitende Mediatoren und Mediatorinnen aussergerichtlich Interessen erörtert und Lösungen erarbeitet werden, die allen Beteiligten dienen und mit denen alle leben respektive weiterarbeiten können. Haben die Parteien bereits Rechtsanwälte beigezogen, so kann die Mediation auch in deren Beisein und mit deren zusätzlicher Hilfe durchgeführt werden.

Beispiele von Wirtschafts-Mediationen

IT-Bereich:
Weit mehr als 50% aller IT-Projekte scheitern. Der Gang zum Gericht stellt nicht nur den Untergang des Projektes dar, sondern führt zu Verlusten für alle Beteiligten.
Im Rahmen einer Mediation lassen sich solch unerwünschte Folgen vermeiden. Die Mediation ermöglicht, dass ein stockendes Projekt weitergeführt oder eine möglichst schnelle und kostengünstige Lösung zwischen den Parteien gefunden werden kann.

Bereich Handelsgesellschaft:
A und B waren ursprünglich Freunde und haben vor einigen Jahren ein gemeinsames Handelsgeschäft (Aktiengesellschaft) gegründet. Im Zuge verschiedener Aufbau- und Finanzierungsetappen sind mehrere Kleinaktionäre hinzugekommen. A und B haben je 30% der Aktien und der Stimmkraft. Mittlerweile ist zwischen A und B ein Streit ausgebrochen, der selbst die privaten Verhältnisse der beiden berührt. Nunmehr wollen A und B aus verschiedensten Gründen gerichtlich gegeneinander vorgehen. Dabei kann es zum Beispiel darum gehen, einen GV-Beschluss anzufechten, Forderungen der Gesellschaft gegen einen Aktionär durchzusetzen, einen Verwaltungsrat für sein Tun oder Lassen in die Verantwortung zu nehmen oder eine Persönlichkeitsverletzung oder Verleumdung zu verhindern oder zu ahnden. Regelmässig verlieren in solchen Streitigkeiten indes nicht nur die Aktionäre Zeit, Geld und andere Ressourcen, sondern ebenso die Gesellschaft, deren Arbeitnehmer und allenfalls auch Vertragspartnerinnen.

Baubereich:
Ein Bauprojekt wird nach einigen Verzögerungen schliesslich doch noch abgeschlossen. Durch die Verzögerungen wurde das Verhältnis zwischen dem Bauherr und dem Generalunternehmer (GU) erheblich belastet. Als der Bauherr letztlich auch noch zahlreiche Mängel gerügt hat, ist die Kommunikation zwischen den beiden Parteien vollständig abgebrochen. Natürlich können der Bauherr oder der GU nun eine gerichtliche Auseinandersetzung beginnen. Möglicherweise werden sie das Gerichtsverfahren in ein bis zwei Jahren durch einen gerichtlichen Vergleich erledigen. Da im Vergleichsfall beide Seiten erhebliche Kompromisse machen müssen, ist davon auszugehen, dass schliesslich weder der GU das vom Bauherrn verlangte Geld vollständig erhält, noch der Bauherr seine verlangten Instandstellungsarbeiten durchsetzen kann. Wahrscheinlich wären zudem aufwändige Expertisen notwendig, die das Gerichtsverfahren in die Länge ziehen und stark verteuern. Hätten sich die Parteien stattdessen vorgängig auf eine Mediation geeinigt (mit Vorteil bereits im GU-Vertrag), so hätten sie auf diesem Wege gemeinsam mit Unterstützung der Mediatoren rascher, günstiger und einvernehmlich eine Lösung finden können, die den Interessen beider Seiten Rechnung trägt.

Die vorstehenden negativen Szenarien müssen nicht sein. Mit der Mediation können solche oder andere für die Parteien zunächst unüberwindbar erscheinende Hindernisse einer einvernehmlichen Lösung überwunden werden. Häufig kann in der Mediation wieder neues Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit hergestellt oder es kann eine befriedigende Regelung für eine Trennung zwischen den Parteien gefunden werden.